Hausbesichtigung beim Kauf: Worauf Interessenten besonders achten sollten

Der erste Eindruck einer Immobilie kann begeistern, sollte aber niemals die sorgfältige Prüfung ersetzen. Feuchte Stellen im Keller, feine Risse im Mauerwerk, veraltete Leitungen oder dauerhafter Verkehrslärm können später hohe Kosten und erhebliche Einschränkungen verursachen. Kaufinteressenten sollten deshalb bei der Besichtigung strukturiert vorgehen, genau hinsehen und gezielt nachfragen. Eine gute Vorbereitung hilft dabei, mögliche Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und die Immobilie realistisch einzuschätzen.

 

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Vorbereitung auf die Besichtigung: Wichtige Dokumente anfordern

 

Vor dem Besuch einer Immobilie ist es ratsam, relevante Dokumente zu sammeln. „Zu den essenziellen Unterlagen zählen Grundrisse, Berechnungen der Wohnfläche, der Energieausweis, Baupläne, Belege über Renovierungen sowie Berichte zu Schäden oder Reparaturen“, erklärt Pete Roman, Inhaber von Roman Immobilien. Diese Informationen liefern Aufschluss über das Baujahr, die Heizungsanlage und die laufenden Kosten, die erste Hinweise auf den Zustand der Immobilie und mögliche zukünftige Ausgaben geben.

 

Es ist zudem nützlich, eine Liste mit noch zu klärenden Fragen zu erstellen, um keine wichtigen Aspekte zu übersehen. Fragen nach bekannten Schäden, früheren Renovierungen, potenziellen Altlasten und den Verkaufsgründen sollten in dieser Liste nicht fehlen.

 

Zur Ausstattung für den Besichtigungstermin gehören ein Smartphone mit Kamerafunktion, ein Notizbuch, ein Maßband und eine Taschenlampe. „Fotos sollten allerdings nur mit Einwilligung des Eigentümers oder des Maklers gemacht werden“, betont Roman. Mehrfache Besichtigungen sind empfehlenswert, um die Eindrücke besser vergleichen zu können, wobei mindestens ein Termin bei Tageslicht erfolgen sollte, um eine umfassende Bewertung der Räumlichkeiten, der Fassade und des Grundstücks zu ermöglichen.

 

Bausubstanz bewerten: Worauf es ankommt

 

Während der Besichtigung sollte nicht nur auf die Innenausstattung und die Raumaufteilung geachtet werden, sondern vor allem auf die Substanz des Gebäudes. „Im Keller deuten ein muffiger Geruch, Verfärbungen oder abblätternder Putz auf Feuchtigkeitsprobleme hin“, so Roman. An der Fassade sollten größere Risse, beschädigter Putz und deutliche Reparaturstellen genau untersucht werden. Auch Fenster, Türen, das Dach, die Dachrinnen und sichtbare Leitungen sollten genau betrachtet werden.

 

Im Inneren des Gebäudes ist es wichtig, auf Wasserflecken, Schimmelspuren, unebene Böden und den Zustand von Elektrik, Heizung und Sanitäranlagen zu achten. „Erkundigen Sie sich, wann wichtige Elemente wie das Dach, die Fenster, die Heizung oder die Leitungen zuletzt erneuert wurden“, rät Roman. Bei älteren Gebäuden oder sichtbaren Mängeln kann die Hinzuziehung eines Bausachverständigen sinnvoll sein, um unerwartete Kosten für Sanierungen nach dem Kauf zu vermeiden.

 

Das Umfeld der Immobilie realistisch einschätzen

 

Auch das Wohnumfeld muss den Lebensgewohnheiten der Käufer entsprechen. Wichtige Aspekte wie Verkehrslage, Lärmpegel, Parkmöglichkeiten, Nachbarschaft und die Infrastruktur sollten geprüft werden. „Die Nähe zu Schulen, Einkaufszentren, Ärzten und öffentlichen Verkehrsmitteln kann den Wohnkomfort erheblich beeinflussen“, erklärt Roman. Ein Besuch zu verschiedenen Tageszeiten kann aufzeigen, wie die Atmosphäre in der Umgebung wirklich ist. Zudem ist es ratsam, sich über geplante Bauprojekte in der Nähe zu informieren.

 

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Hinweise:

In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

Foto: © Wordliner/Bild erstellt mit OpenAI’s ChatGPT

 

 

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