Die Frage nach dem richtigen Immobilienwert lässt sich nicht einfach mit einem Blick auf Nachbarangebote beantworten. Das Vergleichswertverfahren gilt zwar als besonders marktnah, ist in der Praxis jedoch deutlich komplexer, als viele Eigentümer zunächst annehmen. Erst die fachgerechte Auswahl geeigneter Vergleichsobjekte, die korrekte Einordnung von Lage, Zustand und Ausstattung sowie eine sachkundige Anpassung der Preise führen zu einem realistischen und belastbaren Ergebnis.
Marktanpassung: Schlüssel zum Vergleichswertverfahren
„Das Vergleichswertverfahren stützt sich auf eine klare Logik: Der wahre Wert einer Immobilie entspricht dem, was andere für vergleichbare Objekte gezahlt haben“, erklärt Pete Roman, Inhaber von Roman Immobilien. Makler und Sachverständige ziehen hierzu verkaufte Immobilien aus der gleichen Gegend heran. Wichtig ist dabei, dass die Vergleichsimmobilien in Bezug auf Lage, Größe, Baujahr und Ausstattung ähnlich sind wie das zu bewertende Objekt.
Mit diesen Informationen wird ein durchschnittlicher Marktpreis ermittelt, der als Referenz dient. „Dieser Preis reflektiert das reale Kaufverhalten und basiert nicht nur auf theoretischen Überlegungen“, betont Roman. Für Verkäufer bietet dies den Vorteil, dass der festgelegte Preis marktgerecht ist und weder Käufer abschreckt noch finanzielle Einbußen bedeutet.
Optimal für gängige Wohnobjekte
Das Vergleichswertverfahren zeigt seine Stärken besonders bei Immobilienarten, die oft auf dem Markt erscheinen und leicht vergleichbar sind, wie Eigentumswohnungen und Reihenhäuser. Bei Einfamilienhäusern ist das Verfahren weniger geeignet, da diese oft zu einzigartig sind oder es in ländlichen Gebieten wie um Nürnberg herum an vergleichbaren Objekten mangelt.
„In homogenen Wohngebieten und gut erschlossenen urbanen Zonen liefert das Verfahren sehr präzise Ergebnisse“, sagt Roman. Auch Käufer richten sich stark nach den Preisen ähnlicher Immobilien, was die Akzeptanz des ermittelten Werts erhöht.
Individualität jeder Immobilie
Trotz der Nützlichkeit des Marktvergleichs sind Anpassungen unumgänglich. Keine zwei Immobilien sind bis ins letzte Detail identisch. Unterschiede wie der Zustand der Immobilie, durchgeführte Modernisierungen, die Qualität des Grundrisses oder spezielle Ausstattungsmerkmale beeinflussen den Wert erheblich. Auch Merkmale wie ein Balkon, ein Parkplatz oder die Ausrichtung der Wohnräume sind entscheidend. Daher wird der Vergleichspreis stets individuell angepasst.
„Ein versierter Makler berücksichtigt diese Unterschiede und passt den Basiswert entsprechend an“, erklärt Roman. Dies unterscheidet eine professionelle Bewertung von einer oberflächlichen Online-Schätzung und stellt sicher, dass der tatsächliche Marktwert einer Immobilie realistisch dargestellt wird.
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Hinweise:
In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.
Foto: © Wordliner/Bild erstellt mit OpenAI’s Sora
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