Immobilien bewegen sich in klaren Zyklen, in denen mal Eigentümer und mal Kaufinteressenten im Vorteil sind. Für Verkäufer stellt sich daher die entscheidende Frage: In welcher Marktphase befinden wir uns aktuell – und wie lässt sich diese verlässlich erkennen? Dieser Beitrag erklärt die Unterschiede zwischen Käufer- und Verkäufermarkt, beschreibt wichtige Hinweise aus der Praxis und zeigt, wie Eigentümer ihre Verkaufsstrategie optimal auf die aktuelle Lage abstimmen.
Das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage im Immobilienmarkt
Die Kräfteverhältnisse zwischen Verkäufern und Käufern auf dem Immobilienmarkt werden maßgeblich durch das Gleichgewicht von vorhandenem Angebot und bestehender Nachfrage bestimmt. In Zeiten, in denen die Nachfrage das Angebot übersteigt, beobachtet man in der Regel einen Anstieg der Immobilienpreise. „In solchen Verkäufermärkten profitieren Eigentümer von schnelleren Verkaufsprozessen und hohen Verkaufspreisen, da ein starker Wettbewerb unter den Käufern herrscht“, erklärt Pete Roman, Geschäftsführer von Roman Immobilien in Nürnberg. Umgekehrt führt ein Überhang an Immobilienangeboten dazu, dass Käufer wählerischer werden, mehr verhandeln und sich mehr Zeit bei der Kaufentscheidung lassen, was Druck auf die Preise ausübt. Diese Marktveränderungen entstehen nicht plötzlich, sondern entwickeln sich über Monate.
Indikatoren für Käufer- und Verkäufermärkte
Ein wichtiger Indikator für die Marktverhältnisse ist die Dauer, die eine Immobilie zum Verkauf steht. „Kurze Vermarktungszeiten deuten häufig auf einen Verkäufermarkt hin, während längere Standzeiten auf ein Überangebot und somit einen Käufermarkt schließen lassen“, so Pete Roman. Preissteigerungen und vermehrte Bieterverfahren signalisieren ebenfalls einen Verkäufermarkt. Im Gegensatz dazu sind sinkende Preise und ein Anstieg des Immobilienangebots klare Anzeichen für einen Käufermarkt. Zusätzliche Faktoren wie das allgemeine Konsumklima, Finanzierungsbedingungen und die wirtschaftliche Gesamtlage beeinflussen ebenfalls die Marktphase. Günstige Zinsen erhöhen beispielsweise die Kaufkraft und stärken die Nachfrage.
Anpassung der Verkaufsstrategie an die Marktphase
In einem Verkäufermarkt ist es ratsam, die hohe Nachfrage durch eine wohlüberlegte Preisgestaltung, ein ansprechendes Exposé und eine professionelle Präsentation zu nutzen, um den Wettbewerb unter den Kaufinteressenten zu erhöhen. „Verkäufer können in solchen Marktphasen oft selbstbewusster auftreten, sollten jedoch eine realistische Preisstrategie verfolgen, um seriöse Käufer nicht zu verlieren“, rät Pete Roman. In einem Käufermarkt hingegen ist eine genaue Bewertung des Immobilienwerts entscheidend. Käufer sind preisbewusst, vergleichen genau und achten auf Details. Ein professionelles Auftreten und klare Informationen schaffen Vertrauen und können den Verkaufsprozess beschleunigen. Flexibilität bei Besichtigungen und die Bereitschaft zu Preisverhandlungen können ebenfalls hilfreich sein. Es ist wichtig, die jeweilige Marktphase nicht als Barriere, sondern als Chance für eine strategische Ausrichtung zu nutzen.
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Hinweise:
In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.
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